Kirche entdecken  Ein Angebot der  Evang.-Luth. Kirche Bayern Evangelisch - Lutherische Kirchengemeinde Grabow Jahreslosung 2018 Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offb 21,6 (L) Jahreslosung 2017 Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ez 36,26 (E) Gottvertrauen, durch nichts getrübt. Auf dem Bild geschieht Vertrauen. Gottvertrauen, durch nichts getrübt. Wenn Gottvertrauen ungetrübt ist, liegt man auf Knien. Wie die Könige. Sie müssen sich ja nicht beugen. Sie tun es freiwillig. Weil sie etwas überwältigt, auf die Knie zwingt. Vertrauen nämlich. Gottvertrauen. Und wie kam das? Könige oder Weise kennen sich eher aufrecht. Wenn überhaupt, hat man vor ihnen zu knien. Sie haben auf ihrer Reise zum Stern nicht vorgehabt, ihr Aufrecht sein und Aufrecht denken zu ändern. Ehrerbietung geht auch durch Überreichen von Geschenken. Als sie ankommen, ist etwas neu für sie. Abgesehen vom Geruch im Stall, den sie vielleicht so nicht kannten. Neu ist, was da in der Krippe liegt. Ein Kind. Ein Kind namens Gott. Eine Mutter mit dem Anflug von Heiligkeit. Ein Mann, der sich kümmert. Hier fällt alles aus der Rolle, sozusagen. Und das freiwillig, ohne jede Not. Man kann sich das Erstaunen, vielleicht auch das Erschrecken der drei Könige oder Weisen nicht groß genug vorstellen. Und dann noch das, was heute Chor der Engel heißt. Wie mögen sie das empfunden haben? Wie Zwang haben sie das empfunden. Wie einen Zwang, sich zu beugen. Kurz zuvor greift etwas nach ihnen. Etwas Fremdes, womöglich Ungeheuerliches. Eine Einsicht, könnte man es nennen. Etwas blitzt, ohne zu donnern. Und die Drei verstehen etwas. Nicht nur mit dem Verstand, auch mit dem Herzen. Müde vom Wandern und Reiten, im Angesicht der eigenartigen Familie, umschwirrt von einem Chor der Engel kommt ihnen die Einsicht: Was wir sind, sind wir nicht aus eigener Kraft. Was wir sind, sind wir aus Gnade. Und fallen auf die Knie. Sofort. Um Gnade wissen und Knie beugen ist eins. Auf den Knien liegen und Vertrauen haben auch. Gottvertrauen, ungetrübt. Man kann nicht ein bisschen vertrauen. Niemand kann ein bisschen Gott vertrauen und zugleich voll auf sich zählen. Das erzählt die Heilige Nacht. Gott bittet: Vertraut mir. Erst bittet er die Mutter Maria, dann Josef und die Hirten. Schließlich zeigt er es den Königen oder Weisen. Vertraut mir. Lasst dieses Vertrauen durch nichts trüb werden. Es wird Euer Schaden nicht sein. Vieles kann Vertrauen trüben, das stimmt. Nicht alles wird sein, wie man es sich verstellt oder wünscht. Längst nicht alles. Das tut weh. Der Schmerz am Leben weicht aber nur durch Vertrauen zu Gott, sagt das Kind in der Krippe, das bald ein Mann ist. Und dann am Leben leidet. Wie wir. Zugleich aber den Weg weiß, mit solchem Schmerz zu leben. Dein Wille geschehe, sagt er dann. Auf Knien. Und übt sich im Gottvertrauen, das sich durch nichts trüben lässt. Das gibt es seit damals. Wir haben die Kräfte, Gott zu vertrauen. Sein Wille geschehe. Und Furcht vor dem Leben verliert ihren Sinn. Michael Becker Dezember 2017 Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lk 1,78-79 (L)