Warum läuten die Glocken? Diese Frage wird des Öfteren gestellt. Die Glocken rufen zu Gottesdiensten und Andachten und zum Gebet. Als noch nicht jeder eine Uhr hatte, half das Geläut morgens, mittags und abends bei der Einteilung der Zeit im alltäglichen Arbeitsleben, und sonnabends am Abend wurde (und wird) damit der Sonn- und Feiertag eingeläutet. Oft mussten sie auch  als Warnsignal in Zeiten der Gefahr dienen. Und in den 70er Jahren habe ich in einer mecklenburgischen Kleinstadt die Glocken läuten hören, wenn Dachsteine für die Kirche eingetroffen waren und die Gemeindeglieder sie vom LKW abladen und stapeln mussten! So ist es heutzutage bei uns in Grabow: Morgens um 7.45 Uhr läuten die kleine und die große Glocke den Wochentag ein und um 18.00 Uhr aus. Die große Glocke läutet täglich um 11.50 Uhr, weil es kurz vor 12 in unserer Welt ist. Sie ruft uns zum Gebet für den Frieden. Ist ein Gemeindeglied verstorben, kündet die große Glocke davon um 8.45 Uhr, bei mehreren Todesfällen dann im Abstand einer Viertelstunde. Während der Beisetzung läuten die kleine und die mittlere Glocke. Sonnabends läuten sie um 18.00 Uhr den Sonntag ein (vom Erntedank bis Ostern um 16.00 Uhr) und rufen sonntags um 9.30 Uhr zum Gottesdienst. Dabei werden sie an Feietagen sowie um 9.53 Uhr von der großen Glocke unterstützt. An Feiertagen sowie bei Trauungen läuten alle drei Glocken auch ausgangs des Gottesdienstes. Immer aber wollen sie uns erinnern, dass Gott für uns da ist und unser Gebet hört. Evangelisch - Lutherische Kirchengemeinde Grabow Evangelisch - Lutherische Kirchengemeinde Grabow Die Läuteordnung regelt, zu welchen Anlässen und zu welchen Zeiten die Glocken geläutet werden. Große Glocke  („Friedens- und Bußglocke“) Aufschrift: „Friede auf Erden - 11. November 2016 gegossen   bei der Firma Bachert in Karlsruhe - Tonhöhe: d´ - Gewicht: 1.432 kg, Durchmesser: 1,38 m - von der Stadt Grabow gestiftet,   trägt sie das Stadtwappen in einer   festlichen Version und unten die umlaufende   Widmung der Stadt: „Ich beklage die Toten - breche die Blitze - kündige die Feiertage an - sporne die Langsamen an - vertreibe die Winde - besänftige die Grausamen - beschütze diese Stadt. - auf der Rückseite das Weihekreuz mit Alpha und Omega und die     Jahreszahl 2016 - sie läutet als Scheideglocke für Verstorbene der Kirchengemeinde - an Buß- und Bettag sowie Karfreitag läutet sie alleine - ruft jeden Mittag fünf vor 12 Uhr zum Gebet für den Friede Mittlere Glocke  Aufschrift: „Ehre sei Gott in der Höhe - 21.Oktober 2016 gegossen, Fa. Bachert,   Karlsruhe - Tonhöhe: c´´ - Gewicht: 384 kg, Durchmesser: 0,73 m - betende Hände als Glockenzier, auf der   Rückseite ein Weihekreuz und die   Jahreszahl 2016 Mittlere Glocke  Aufschrift: „Fürchtet euch nicht - 21.Oktober 2016 gegossen, Fa. Bachert, Karlsruhe - Tonhöhe: eine Oktave über der großen Glocke mit d´´ - Gewicht: 260 kg, Durchmesser: 0,73 m - Glockenzier ein Engel, der ein Menschenkind auf seinem Weg schützt, auf der   Rückseite ein Weihekreuz und die Jahreszahl 2016 Kleine Glocke  Aufschrift: „Stimmt mit ein, ihr Menschen , preist ihn Groß und Klein - 21.Oktober 2016 gegossen,   Fa. Bachert, Karlsruhe - Gewicht: 168 kg,   Durchmesser: 0,62 m - Tonhöhe: f´´ - Glockenzier: eine Menschenkette als   unten umlaufendes Fries Im stählernen Glockenstuhl von 1907 hängt die große Glocke in der Mitte, links und rechts oben die beiden mittleren Glocken, unten links die Uhrschlagglocke und unten rechts die kleinste. Uhrschlagglocke  Aufschrift: „Den Menschen ein Wohlgefallen und die lateinischen Ziffern: MDCCCCVII (1907) - gegossen 1907 von Fa. Korfhage und Söhne,   Buer in Holstein, hat sie als einzige des alten   Dreiergeläuts beide Weltkriege überlebt - Gewicht: ca. 850 kg, Durchmesser: 1,06 m - Tonhöhe: a´ - Glockenzier: oben umlaufendes Eichenlaubfries - 2016 starr aufgehängt, weil ihre Läutefrequenz   der Eigenresonanz des Turmes entspricht - dient nun als Uhrschlagglocke