Grenzenlose Freundschaft - für immer Seit 7 Jahren sind sie befreundet, Katalyn und Frances (beide 11 Jahre alt). Katalyn kam 2006 mit ihrer kleinen Schwester Julia und ihren Eltern aus Rumänien nach Deutschland. Sie konnte kein Wort deutsch und versteckte sich hinter ihrer Mutti, wenn sie angesprochen wurde. Zum Glück wohnte Frances im Nachbarhaus. Beide gingen gemeinsam zum Kindergarten "Villa Kunterbunt" und am Nachmittag spielten sie zusammen auf dem Hof. Da war das Eis schnell gebrochen und die deutsche Sprache schon nach wenigen Wochen spielerisch erlernt. Auch die Oma durften sie sich teilen, wo für eine Enkeltochter Platz ist, da können auch noch 2 dazu kommen - eine grenzenlose Freundschaft entstand. Nun sind Katalyn und Julia schon seit über 4 Jahren wieder zu Hause in Bascfalu in Rumänien. Sie gehen in die 5. und in die 3. Klasse, ihr Lieblingsfach ist Deutsch und sie sind sehr musikalisch. Die weite Entfernung bis zu ihrer Grabower Freundin überwinden sie aller 2 Jahre in den großen Sommerferien gemeinsam mit ihren Eltern. Und in den Jahren, in denen sie nicht nach Deutschland kommen können, besucht Frances sie in ihrer Heimat. So auch in diesen Herbstferien, als sie mit ihrer Oma und einer kleinen Nordkirchendelegation zur ehemals mecklenburgischen und nun nordkirchlichen Partnerkirche, der ungarisch sprachigen Evangelisch - Lutherischen Kirche nach Rumänien reiste. Vom ersten Moment an war es wie immer, wenn sie zusammen sind, vertraut und fröhlich - sogar in die Schule hat Katalyn Frances mitgenommen. Und die hat von Mecklenburg erzählt und gewiss damit ein bisschen Neugier geweckt auf unser Land. Vielleicht kommen dann in ein paar Jahren Freundinnen mit Julia und Katalyn zu Besuch nach Deutschland, oder Frances kann mit ihren Erfahrungen aus Rumänien deutsche Mädchen und Jungen zum Mitfahren in das ferne Land gewinnen - die Verantwortlichen in den Partnerkirchen würde es sicherlich freuen, wenn die junge Generation die Grenzen überwinden hilft. Morgenkreis im Kindergarten Ein "Exportschlager" - Von Grabow (Mecklenburg) nach Bascfalu (Rumänien) Vor 5 Jahren war István Barcsa als Vikar in der Grabower Kirchengemeinde. Eigentlich war er zu dieser Zeit in seiner ungarisch sprachigen evangelisch-lutherischen Kirche in Rumänien schon einige Jahre als Pastor tätig gewesen. Doch, da in der Pastor_innenausbildung seiner Kirche kein Vikariat üblich war, und aus der mecklenburgischen Partnerkirche das Angebot kam, für 2 ½ Jahre mit der ganzen Familie (neben seiner Frau Zsuzsanna, Psychologin, auch die beiden Töchter Katalyn, damals 4 und Julia, 2 Jahre alt) nach Grabow kommen zu können, eröffneten sich ganz neue Perspektiven. Im Predigerseminar in Ludwigslust nahm er am Vikarskurs teil und in Grabow erlebte und bereicherte er die Gemeindearbeit. So lernte Istvan auch die regelmäßige gemeindepädagogische Arbeit im diakonischen Kindergarten kennen und schätzen - eine Erfahrung, die sich ihm und seinen beiden Töchtern, die zu dieser Zeit den Kindergarten besuchten, stark einprägte. So ist es nicht verwunderlich, dass Pastor Barcsa nun in seiner Gemeinde vor den Toren Brasovs jede Woche einen Morgenkreis in der ungarischen Kindergartengruppe anbietet. Mit seiner Gitarre im Gepäck, und manches Mal auch einer Tüte Süßigkeiten, besucht er die 3 bis 5 jährigen Mädchen und Jungen, singt mit ihnen rhythmisch mitreisende Lieder und erzählt Geschichten aus einer Kinderbibel. Während unseres Besuches in seiner Gemeinde durften wir ihn in den Kindergarten begleiten und mit den Kindern gemeinsam "Er hält die ganze Welt" singen, was allen so viel Spaß bereitet hat, dass sie sich das Lied nun auch auf ungarisch wünschen. Wir sind froh und dankbar, dass wir diesen Ausschnitt aus Istvans Gemeindearbeit miterleben konnten, und auch ein bisschen stolz darauf, dass ein Same, der im Grabower Gemeindealltag gesät wurde, nun in Bascfalu Früchte trägt. Evangelisch - Lutherische Kirchengemeinde Grabow